Baufinanzierung für Grenzgänger der Schweiz: Alle Tipps
Als Grenzgänger ein Haus finanzieren: Was du wirklich wissen musst.
Warum Grenzgänger es schwerer haben
Du arbeitest in der Schweiz, lebst in Deutschland und möchtest eine Immobilie finanzieren. Klingt eigentlich unkompliziert, ist es aber oft nicht. Viele deutsche Banken lehnen Grenzgänger mit Schweizer Einkommen ab, weil das CHF-Einkommen und das Währungsrisiko sie vor Herausforderungen stellen. In diesem Beitrag erfährst du, welche Voraussetzungen du erfüllen musst, welche Banken für dich infrage kommen, wie du mit dem Währungsrisiko umgehst und wie der Antrag konkret abläuft.
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
Baufinanzierung ist möglich, aber nicht überall: Viele deutsche Banken finanzieren Grenzgänger mit CHF-Einkommen nicht. Spezialisierte Institute und regionale Banken in der Grenzregion sind der richtige Anlaufpunkt.
Wohnsitz in Deutschland ist Pflicht: Die Immobilie muss in Deutschland liegen und über eine Grundschuld besichert sein. Schweizer Banken finanzieren in der Regel keine deutschen Objekte.
Dein CHF-Einkommen wird umgerechnet und gekürzt: Banken rechnen dein Schweizer Gehalt in Euro um und setzen dabei häufig einen Sicherheitsabschlag in der Größenordnung von 10 bis 15 % an, um das Wechselkursrisiko abzubilden. Eine feste Regel dafür gibt es nicht, jede Bank legt das selbst fest.
Du kannst in Euro oder in CHF finanzieren: Einige regionale Institute bieten CHF-Darlehen an, mit denen du das Währungsrisiko bei der Rückzahlung eliminierst.
Eigenkapital erhöht deine Chancen auf gute Konditionen: Mindestens 10 bis 15 % solltest du einbringen, um die Kaufnebenkosten zu decken. Ab etwa 20 % gilt das in der Bankpraxis häufig als starke Orientierungsgröße für bessere Zinsen, eine feste Mindestvorgabe ist das aber nicht.
Die Monatsrate sollte maximal 35 % deines Nettoeinkommens betragen: Das ist die gängige Faustregel der meisten Banken für eine tragfähige Finanzierung.
Du brauchst zusätzliche Unterlagen: Jahreslohnausweis, Pensionskassenausweis, AHV-Hochrechnung und Steuerbescheide der letzten zwei Jahre sind Pflicht, zusätzlich zu den üblichen Bonitätsnachweisen.

Warum Grenzgänger es schwerer haben
Du arbeitest in der Schweiz, lebst in Deutschland und möchtest eine Immobilie finanzieren. Klingt eigentlich unkompliziert, ist es aber oft nicht. Viele deutsche Banken lehnen Grenzgänger mit Schweizer Einkommen ab, weil das CHF-Einkommen und das Währungsrisiko sie vor Herausforderungen stellen. In diesem Beitrag erfährst du, welche Voraussetzungen du erfüllen musst, welche Banken für dich infrage kommen, wie du mit dem Währungsrisiko umgehst und wie der Antrag konkret abläuft.
Was ist das Besondere an der Baufinanzierung für Grenzgänger der Schweiz?
Als Grenzgänger bist du für deutsche Banken ein besonderer Fall. Du lebst zwar in Deutschland, beziehst dein Gehalt aber in Schweizer Franken aus dem Ausland. Das macht die Bonitätsprüfung komplizierter als bei einem normalen deutschen Arbeitnehmer.
Banken prüfen bei dir mehrere Risikofaktoren gleichzeitig: Dein Einkommen kommt in einer Fremdwährung, der Wechselkurs kann sich verändern, und deine Steuer- und Sozialversicherungssituation ist komplexer. Deshalb bearbeiten viele überregionale Kreditinstitute Grenzgänger-Finanzierungen gar nicht oder nur zögerlich. Du wirst schnell feststellen, dass ein großer Teil der deutschen Banken für deinen Fall nicht der richtige Ansprechpartner ist. Es gibt aber gezielt spezialisierte Banken und Vermittler, die sich auf genau diese Konstellation eingestellt haben.
Was Banken bei Grenzgängern besonders prüfen
Für eine Finanzierung mit Auslandsbezug gelten zusätzliche Prüfpunkte. Dazu zählen unter anderem:
die Einkommenswährung und ihre Stabilität
die Beschäftigungsdauer beim Schweizer Arbeitgeber
ausreichendes Eigenkapital
eine marktgängige Wohnimmobilie in Deutschland
die Kapitaldienstfähigkeit auch unter Sicherheitsabschlägen wegen des Wechselkursrisikos
Außerdem wird dein CHF-Gehalt nicht einfach eins zu eins übernommen. Banken berechnen dein Nettoeinkommen nach deutschen Maßstäben, also mit Abzügen für Einkommensteuer, Krankenversicherung und Altersvorsorge. Das kann dazu führen, dass dein tatsächlich verfügbares Einkommen aus Bankperspektive niedriger ausfällt als erwartet.
Ein weiterer Unterschied: Schweizer Banken verlangen mindestens 10 % hartes Eigenkapital, das nicht aus der Pensionskasse (2. Säule) stammen darf, eine von der FINMA anerkannte verbindliche Mindestanforderung der Schweizerischen Bankiervereinigung (Quelle: swissbanking.ch). In der Praxis verlangen die meisten Schweizer Banken insgesamt rund 20 % Eigenkapital, wovon die Hälfte auch aus der 2. Säule stammen darf, zusätzlich zu einer Tragbarkeitsgrenze von maximal einem Drittel des Bruttoeinkommens für die Wohnkosten. Die deutschen Regelungen sind hier flexibler. Das bedeutet für dich: In Deutschland hast du grundsätzlich mehr Spielraum bei der Strukturierung der Finanzierung.
Welche Voraussetzungen musst du für deinen Immobilienkredit erfüllen?
Bevor du eine Finanzierungsanfrage stellst, solltest du wissen, was die Bank von dir erwartet. Die Voraussetzungen lassen sich in allgemeine Anforderungen und grenzgängerspezifische Bedingungen aufteilen.
Allgemeine Grundvoraussetzungen
Folgendes müssen alle Kreditnehmer erfüllen, unabhängig von ihrem Arbeitsverhältnis:
Hauptwohnsitz in Deutschland
Volljährigkeit
Ausreichend hohes und regelmäßiges Einkommen
Deutsches Bankkonto, von dem die Kreditraten abgebucht werden
Positiver Schufa-Score
Immobilie in Deutschland, die über eine Grundschuld besicherbar ist
Das Einkommen muss die monatliche Kreditrate, alle laufenden Verbindlichkeiten, Versicherungen und die Lebenshaltungskosten gleichzeitig decken. Eine verbreitete Faustregel aus der Bankpraxis lautet: Die Monatsrate sollte nicht mehr als etwa 35 % deines Nettohaushaltseinkommens beanspruchen. Eine gesetzliche oder einheitliche Vorgabe ist das nicht, einzelne Banken setzen die Grenze bei 40 %, andere schon bei 30 %.
Zusätzliche Anforderungen für Grenzgänger
Als Grenzgänger mit Schweizer Einkommen kommen weitere Bedingungen hinzu. Deine Einkommensnachweise müssen zweifelsfrei interpretierbar sein. Fremdsprachige Dokumente musst du qualifiziert übersetzen lassen. Zusätzlich prüft die Bank, ob du auch bei ungünstigen Wechselkursentwicklungen noch in der Lage bist, die Raten zu bedienen.
Für den Antrag solltest du eine stabile Anstellung beim Schweizer Arbeitgeber vorweisen können, in der Regel mindestens 12 Monate. Je länger das Beschäftigungsverhältnis besteht, desto überzeugender bist du für die Bank. Wenn du wissen möchtest, welche Regelungen allgemein für Grenzgänger in der Schweiz gelten, findest du dazu einen ausführlichen Überblick in unserem Ratgeber.
Wie beeinflusst das Währungsrisiko deine Raten als Schweizer Grenzgänger?
Das Währungsrisiko ist einer der Hauptgründe, warum viele Banken bei Grenzgängern zögern. Dein Gehalt kommt in Schweizer Franken, deine Kreditrate läuft jedoch klassischerweise in Euro. Wenn der Franken gegenüber dem Euro an Wert verliert, bekommst du bei der Umrechnung weniger Euro für dein Gehalt. Die Kreditrate bleibt aber gleich hoch.
Genau das prüft die Bank. Für Immobiliar-Verbraucherdarlehen in Fremdwährung sieht das Gesetz sogar ein eigenes Schutzrecht vor: Steigt der Wert deiner Restschuld oder deiner Raten durch eine Wechselkursänderung um mehr als 20 % gegenüber dem Kurs bei Vertragsabschluss, kannst du nach § 503 BGB verlangen, dein Darlehen in Euro umzuwandeln. Banken müssen deine Kreditwürdigkeit bei Immobiliardarlehen ohnehin eingehend anhand deines Einkommens und deiner wirtschaftlichen Verhältnisse prüfen (§ 505b BGB). (Quellen: gesetze-im-internet.de, § 503 BGB, § 505b BGB)
Wie Banken das Risiko einpreisen
In der Praxis setzen Banken bei Grenzgängern mit Wohnsitz Deutschland und Arbeitsort Schweiz einen Sicherheitsabschlag auf das umgerechnete CHF-Einkommen an. Dieser Abschlag bewegt sich in der Bankpraxis häufig in einer Größenordnung von 10 bis 15 %, eine verbindliche einheitliche Regel dafür gibt es aber nicht. Wie hoch der Abschlag im Einzelfall ausfällt, legt jede Bank selbst fest. Das bedeutet: Wenn dein Schweizer Gehalt umgerechnet 5.000 € im Monat ergibt, rechnet die Bank möglicherweise nur mit 4.250 bis 4.500 €. Das wirkt sich direkt auf die maximale Kreditsumme aus, die dir bewilligt wird.
Dazu kommt: Wenn der CHF-Kurs stark steigt und der Euro-Wert deines Darlehens dadurch erheblich steigt, kann die Bank unter Umständen Nachbesicherung verlangen, falls keine weiteren werthaltigen Sicherheiten vorhanden sind.
Euro- oder CHF-Finanzierung?
Du hast grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
Eine reine Euro-Finanzierung ist die klassische Variante. Hier trägst du das volle Wechselkursrisiko, weil du dein CHF-Einkommen monatlich in Euro tauschen musst, um die Rate zu bedienen.
Ein CHF-Darlehen eliminiert dieses Risiko bei der Rückzahlung. Darlehen und Rate laufen in Schweizer Franken, du bedienst den Kredit direkt mit deinem Gehalt. Einige regionale Banken in der Grenzregion bieten genau das an. Diese Option ist allerdings nicht überall erhältlich.
Welche Variante für dich besser passt, hängt von deiner individuellen Situation ab. Beide Wege haben Vor- und Nachteile, die sich erst im Zusammenspiel mit deiner Gesamtfinanzierung wirklich beurteilen lassen.
Welche Banken finanzieren Immobilien für Grenzgänger der Schweiz?
Die kurze Antwort: Nicht viele. Viele deutsche Kreditinstitute lehnen Finanzierungen für Grenzgänger mit Arbeitsplatz Schweiz ab. Überregionale Banken bieten in der Regel keine CHF-Darlehen an und haben wenig Erfahrung mit dieser Klientel.
Regionale Institute in der Grenzregion
Deutlich besser aufgestellt sind Banken direkt in der Grenzregion. Einige Institute dort haben sich explizit auf Grenzgänger spezialisiert und bieten sowohl Euro- als auch CHF-Finanzierungen an. Für dich als Grenzgänger mit Wohnsitz im Südwesten Deutschlands sind das relevante Anlaufpunkte.
Schweizer Banken scheiden für die Finanzierung einer deutschen Immobilie in der Regel aus. Sie vergeben Kredite primär an Personen, die in der Schweiz leben oder arbeiten. Ohne Wohnsitz in der Schweiz musst du mit erheblichen Hürden rechnen, und deutsche Objekte stehen ohnehin nicht im Fokus Schweizer Kreditinstitute.
Spezialisierte Vermittler als Alternative
Eine weitere Möglichkeit sind spezialisierte Finanzierungsvermittler, die gezielt Bankpartner kennen, die Grenzgänger-Fälle bearbeiten. Das macht gerade dann Sinn, wenn du nicht in der unmittelbaren Grenzregion wohnst und keine naheliegenden Spezialinstitute findest.
Da die Suche nach der richtigen Bank schnell zeitaufwendig und unübersichtlich wird, lohnt es sich, frühzeitig eine persönliche Beratung einzuholen. Buche dir gerne einen kostenfreien Termin, um deine Situation zu besprechen und die passenden Wege zu identifizieren.
Wie viel Eigenkapital brauchst du für deine Immobilie in Deutschland?
Eigenkapital ist bei der Baufinanzierung der entscheidende Hebel, nicht nur für die Genehmigung, sondern auch für die Konditionen. Je mehr du einbringst, desto günstiger wird in der Regel dein Zinssatz.
Was Banken mindestens erwarten
Als Untergrenze gilt bei den meisten Banken ein Eigenkapitalanteil von 10 bis 15 % der Gesamtkosten. Das reicht gerade aus, um die Kaufnebenkosten zu decken, also Grunderwerbsteuer, Notarkosten und gegebenenfalls Maklergebühren. Wer nur diese Mindestanforderung erfüllt, zahlt in der Regel deutlich höhere Zinsen.
Die folgende Tabelle zeigt, wie sich unterschiedliche Eigenkapitalquoten auf deine Finanzierung auswirken:
| Eigenkapitalquote | Was das bedeutet |
| 10–15 % | Kaufnebenkosten gedeckt, höhere Zinsen, Finanzierung möglich |
| 20 % | Deutlich bessere Konditionen, Standardanforderung vieler Banken |
| 25–30 % | Beste Zinsen erreichbar, solide Verhandlungsposition |
| 35 % der Gesamtkosten | Optimale Basis inklusive aller Nebenkosten |
Was als Eigenkapital zählt
Neben Bankguthaben und Sparkonten akzeptieren viele Banken auch Depotguthaben, Bausparguthaben oder bereits vorhandenes schuldenfreies Grundeigentum. Alle Nachweise dürfen in der Regel nicht älter als drei Monate sein.
Als Grenzgänger gilt außerdem: Du bringst das Eigenkapital üblicherweise in Euro mit. Das ist kein Problem, solange die Herkunft der Mittel klar und nachvollziehbar ist.
Die Empfehlung für dich: Plane neben den Kaufnebenkosten nach Möglichkeit zusätzliches Eigenkapital ein. Ab etwa 20 % gilt das in der Bankpraxis häufig als starke Orientierungsgröße für bessere Konditionen, eine feste Mindestvorgabe ist das aber nicht.
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Welche Unterlagen fordert die Bank für deine Finanzierungsanfrage?
Die Unterlagenliste für Grenzgänger ist länger als für deutsche Standardkreditnehmer. Das liegt daran, dass Banken dein Einkommen, deine Steuersituation und deine Vorsorge in zwei verschiedenen Ländern nachvollziehen müssen.
Persönliche Unterlagen und Einkommensnachweise
Folgendes gehört zur Standardanforderung jeder Bank:
Gültiger Personalausweis oder Reisepass
Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate
Einkommenssteuerbescheid des Vorjahres
Nachweis über vorhandenes Eigenkapital (Kontoauszüge, Depotauszüge, nicht älter als drei Monate)
Schufa-Auskunft
Als Grenzgänger kommen zwingend diese zusätzlichen Unterlagen hinzu:
Jahreslohnausweis des Schweizer Arbeitgebers
Steuererklärungen und Steuerbescheide der letzten zwei Jahre
Steuervorauszahlungsbescheid (sofern vorhanden)
Nachweis der privaten Krankenversicherung
Pensionskassenausweis
AHV-Hochrechnung
Kontoauszüge aus Deutschland und der Schweiz der letzten sechs Monate
Fremdsprachige Dokumente musst du qualifiziert übersetzen lassen. Banken können Unterlagen, die sie nicht einwandfrei interpretieren können, nicht für die Prüfung verwenden. Wenn du noch kein passendes Bankkonto für Grenzgänger in der Schweiz hast, findest du in unserem Ratgeber eine gute Übersicht der verfügbaren Optionen.
Unterlagen zur Immobilie
Zur Immobilie selbst fordert die Bank in der Regel:
Aktueller Grundbuchauszug (nicht älter als drei Monate)
Flurkarte und Lageplan
Bemaßte Grundrisse
Wohnflächenberechnung
Kaufvertragsentwurf oder Kaufvertrag
Exposé mit aktuellen Fotos
Bei Neubau zusätzlich: Baubeschreibung, Baugenehmigung und Bauzeichnungen
Bereite diese Unterlagen frühzeitig vor. Je vollständiger deine Unterlagen sind, desto schneller läuft die Bankprüfung.
Wie gehst du bei dem Antrag für deinen Hauskredit konkret vor?
Der Ablauf einer Baufinanzierung als Grenzgänger folgt im Wesentlichen denselben Schritten wie bei einer normalen Finanzierung. Allerdings gibt es an mehreren Stellen grenzgänger-spezifische Besonderheiten, die du kennen solltest.
Schritt 1: Budget und Rahmen klären
Zuerst klärst du, wie viel Immobilie du dir leisten kannst. Dazu brauchst du: den Kaufpreis oder die Baukosten, dein geplantes Eigenkapital und eine grobe Vorstellung von der gewünschten Laufzeit und Zinsbindung. Denk daran, dass dein CHF-Einkommen mit einem Sicherheitsabschlag eingerechnet wird.
Schritt 2: Geeignete Banken identifizieren
Das ist der Schritt, der bei Grenzgängern am meisten Zeit kostet. Nicht jede Bank nimmt dich als Kreditnehmer an. Fokussiere dich auf regionale Institute in der Grenzregion oder arbeite mit einem spezialisierten Berater zusammen, der die richtigen Bankpartner kennt.
Schritt 3: Unverbindliche Anfrage stellen
Du schickst deine Eckdaten und eine erste Zusammenfassung deiner Situation an potenzielle Banken. Viele Institute prüfen dabei zunächst nur weich, ohne eine harte Schufa-Anfrage zu starten, und nennen dir vorläufige Konditionen.
Schritt 4: Verbindlichen Antrag einreichen
Sobald du einen passenden Anbieter gefunden hast, reichst du alle Unterlagen vollständig ein. Jetzt erfolgt die detaillierte Prüfung deiner Bonität, deines Einkommens und des Objekts. Bei Grenzgängern werden an dieser Stelle auch Übersetzungen und Pensionskassennachweise geprüft. Rechne mit einer harten Schufa-Anfrage.
Schritt 5: Angebot prüfen und Vertrag unterschreiben
Bei positivem Ergebnis erhältst du ein Darlehensangebot. Prüfe die Konditionen sorgfältig, besonders Zinssatz, Tilgungsrate, Zinsbindungsdauer und eventuelle Sondertilgungsrechte.
Schritt 6: Grundschuld und Auszahlung
Nach der Unterschrift folgt die Identitätsprüfung, in der Regel ein Notartermin und die Eintragung der Grundschuld im Grundbuch. Erst danach wird das Darlehen ausgezahlt, entweder direkt an dich, an den Verkäufer oder über den Notar.
Fazit: Baufinanzierung als Grenzgänger ist möglich, aber komplex
Eine Baufinanzierung für Grenzgänger der Schweiz ist grundsätzlich machbar. Die Immobilie muss in Deutschland liegen, die Finanzierung muss über eine Grundschuld gesichert sein, und dein Einkommen muss stabil und gut nachweisbar sein. Dein CHF-Gehalt wird dabei umgerechnet und mit einem Sicherheitsabschlag versehen, was die tatsächlich finanzierbare Summe beeinflusst.
Die größte Hürde ist die Bankenwahl. Viele deutsche Institute lehnen Grenzgänger-Finanzierungen ab. Regionale Banken in der Grenzregion und spezialisierte Vermittler kennen jedoch die Wege, die für dich funktionieren. Mit ausreichend Eigenkapital, vollständigen Unterlagen und der richtigen Bank ist dein Immobilientraum als Grenzgänger erreichbar.
Weil jede Situation individuell ist und die Fehler bei der falschen Bankwahl oder einer unvollständigen Anfrage schnell teuer werden, lohnt sich eine persönliche Beratung. Wenn du dir zunächst einen Überblick darüber verschaffen möchtest, was bleibt vom Schweizer Lohn übrig als Grenzgänger, empfehlen wir dir unseren entsprechenden Ratgeber. Ich helfe dir gerne dabei, deine Finanzierungsmöglichkeiten zu analysieren und die richtigen Schritte zu planen. Buche dir jetzt deinen kostenfreien Beratungstermin beim Grenzgängerzentrum.
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FAQ
Schweizer Banken vergeben Kredite in erster Linie an Personen, die in der Schweiz leben oder arbeiten. Als Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland stoßt du bei Schweizer Instituten daher meist auf erhebliche Hürden. Für die Finanzierung einer deutschen Immobilie kommen Schweizer Banken in der Regel ohnehin nicht infrage, da sie keine Objekte in Deutschland finanzieren.
Das ist ein anderes Thema als die Finanzierung deiner deutschen Immobilie: Wer als Grenzgänger einen Kredit in der Schweiz selbst aufnehmen möchte, etwa für ein Fahrzeug oder einen Konsumkredit, muss dort zusätzliche Voraussetzungen erfüllen, unter anderem einen gültigen Ausweis G und eine laufende Beschäftigung in der Schweiz. Nicht jede Schweizer Bank akzeptiert Grenzgänger als Kreditnehmer. Für die Finanzierung deiner deutschen Immobilie ist dieser Weg aber ohnehin nicht relevant, da Schweizer Banken deutsche Objekte in der Regel nicht finanzieren.
Für die Baufinanzierung einer deutschen Immobilie ist der richtige Weg über deutsche Kreditinstitute, idealerweise über spezialisierte regionale Banken oder über einen Berater mit Erfahrung in Grenzgänger-Finanzierungen.
Grundsätzlich ja, aber es hängt stark von Kaufpreis, Eigenkapital und Zinssatz ab. Eine verbreitete Faustregel sagt: Die monatliche Kreditrate sollte nicht mehr als 35 % deines Nettohaushaltseinkommens betragen. Bei 3.000 € netto wären das rund 1.050 € im Monat als maximale Rate.
Viele Banken sehen ein Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 2.500 bis 3.000 € als Untergrenze für eine Baufinanzierung. Bei 3.000 € netto ist eine Finanzierung also prinzipiell denkbar, hängt aber stark von Eigenkapital, Bonität und der Lage der Immobilie ab. Je höher dein Eigenkapitalanteil, desto kleiner das benötigte Darlehen und desto besser deine Chancen.
Als Grenzgänger kommt hinzu, dass dein CHF-Einkommen mit einem Abschlag eingerechnet wird. Das bedeutet: Wenn dein umgerechnetes Einkommen bei 3.000 € liegt, rechnet die Bank möglicherweise nur mit 2.550 bis 2.700 €. Das solltest du bei deiner Planung berücksichtigen.
Eine feste Einkommensgrenze, die universell für 250.000 € gilt, gibt es nicht. Die Antwort hängt von Zinssatz, Tilgungsrate, Laufzeit und Eigenkapital ab. Aber mit der 35 %-Faustregel lässt sich ein grober Richtwert berechnen.
Ein Beispiel: Bei einem Darlehen von 250.000 €, einem Zinssatz von 3,5 % und einer Tilgung von 2 % ergibt sich eine monatliche Rate von etwa 1.146 €. Damit diese Rate maximal 35 % des Nettoeinkommens ausmacht, brauchst du ein Haushaltsnettoeinkommen von rund 3.270 €.
Je nach Zinsniveau und gewünschter Tilgung kann dieser Wert höher oder niedriger ausfallen. Für eine verlässliche Einschätzung deiner konkreten Situation steht dir eine kostenfreie Beratung beim Grenzgängerzentrum zur Verfügung.
Auch hier gibt es keine starre Zahl, sondern prozentuale Empfehlungen. Die gängigen Orientierungswerte lauten:
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital bei 400.000 € Kaufpreis |
| 10 % | 40.000 € (plus Kaufnebenkosten separat) |
| 20 % | 80.000 € |
| 25 % | 100.000 € |
| 30 % | 120.000 € |
Beachte: Die Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, ggf. Makler) kommen je nach Bundesland noch oben drauf und liegen typischerweise bei 7 bis 12 % des Kaufpreises. Bei einem Objekt für 400.000 € können das also 28.000 bis 48.000 € zusätzlich sein.
In der Bankpraxis gilt ein Eigenkapitalanteil von etwa 20 % des Kaufpreises plus die vollen Nebenkosten häufig als starke Orientierungsgröße, eine feste Vorgabe ist das aber nicht. Bei 400.000 € Kaufpreis wären das rund 80.000 € zuzüglich der Nebenkosten. Mit einer solchen Eigenkapitalquote stufen viele Kreditgeber das Risiko als überschaubar ein und bieten tendenziell bessere Zinsen an. Vollfinanzierungen ohne Eigenkapital sind in Einzelfällen möglich, erfordern aber in der Regel eine sehr gute Bonität und werden mit höheren Zinsen versehen.







