GEhalt als Krankenpflegerin: Wie viel verdienst du in der Schweiz als Pflegekraft?
Alles, was du rund um das Gehalt einer Krankenpflegerin in der Schweiz wissen musst.
Wer als Pflegekraft in der Schweiz arbeitet, kann mit einem vergleichsweise hohen Einkommen rechnen. Das Gehalt liegt im internationalen Vergleich deutlich über dem Durchschnitt – je nach Qualifikation, Berufserfahrung und Region sogar deutlich darüber. Gleichzeitig sollte man im Blick behalten, dass die Lebenshaltungskosten in der Schweiz ebenfalls hoch sind.
Wir zeigen dir, wie viel Krankenpflegerinnen in der Schweiz wirklich verdienen, welche Unterschiede es gibt und wie viel vom Bruttolohn netto übrig bleibt.
In diesem Beitrag

Wie hoch ist das durchschnittliche Gehalt als Krankenpflegerin in der Schweiz?
Das durchschnittliche Monatsgehalt einer diplomierten Pflegefachkraft liegt in der Schweiz aktuell bei etwa 6.400 bis 6.500 Franken brutto. Die tatsächliche Spanne ist aber groß. Laut aktuellen Auswertungen (Lohnbuch Schweiz 2026) liegt das jährliche Bruttogehalt in der Regel zwischen 70.000 und 108.000 Franken.
Je nach Ausbildung und Position sieht das so aus:
| Berufsbezeichnung | Gehaltsspanne jährlich (CHF) |
|---|---|
| Krankenschwester | 28.000 – 115.200 |
| Pflegefachfrau / Pflegefachmann | 13.000 – 115.000 |
| Diplomierte Pflegefachkraft | 70.000 – 108.000 |
Der Durchschnitt liegt bei rund 83.000 bis 85.000 Franken pro Jahr, was monatlich etwa 6.400 bis 6.500 Franken brutto entspricht (bei 13 Monatslöhnen). Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einer Steigerung von rund 2 bis 4 Prozent – getrieben durch den anhaltenden Fachkräftemangel und die Umsetzung der Pflegeinitiative.
Wie hoch ist das Einstiegsgehalt als Krankenpflegerin in der Schweiz?
Auch Berufseinsteigerinnen verdienen in der Schweiz vergleichsweise gut. Wer direkt nach der Ausbildung startet, kann mit einem Jahresgehalt von 70.000 bis 76.000 Franken rechnen. Das entspricht rund 5.400 bis 5.800 Franken im Monat.
Besonders interessant für deutsche Pflegekräfte: Auch mit einer deutschen Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt bei etwa 5.400 bis 5.700 Franken monatlich. In vielen Einrichtungen gibt es 13 Monatsgehälter, sodass das reale Einstiegsgehalt noch etwas höher liegt.
Regionale Unterschiede: Nicht überall wird gleich gezahlt
Wie viel du als Krankenpflegerin in der Schweiz verdienst, hängt auch stark vom Wohn- und Arbeitsort ab. Besonders in den Städten und wirtschaftsstarken Regionen wird besser bezahlt.
| Kanton / Region | Ø Jahreslohn 2026 (CHF) | Tendenz |
|---|---|---|
| Genf | 90.000 – 100.000 | stark steigend |
| Zürich | 86.000 – 96.000 | steigend |
| Basel-Stadt | 84.000 – 94.000 | steigend |
| Bern | 82.000 – 92.000 | moderat steigend |
| Luzern | 80.000 – 90.000 | steigend |
Auch innerhalb der Kantone kann es noch Unterschiede geben – je nach Träger, Arbeitsvertrag und Spezialisierung.
Wie in den meisten Berufen steigt auch in der Pflege das Gehalt mit zunehmender Erfahrung. Je länger du dabei bist, desto mehr verdienst du – besonders, wenn du dich spezialisierst oder in eine Leitungsfunktion wechselst.
| Berufserfahrung | Jahresgehalt (CHF) | Monatsgehalt (CHF) |
|---|---|---|
| 0 bis 2 Jahre | 70.000 – 76.000 | 5.400 – 5.800 |
| 3 bis 5 Jahre | 78.000 – 85.000 | 6.000 – 6.500 |
| 5 bis 10 Jahre | 85.000 – 95.000 | 6.500 – 7.300 |
| 10 bis 20 Jahre | 92.000 – 100.000 | 7.100 – 7.700 |
| Über 20 Jahre | 98.000 – 108.000 | 7.500 – 8.300 |
In spezialisierten Bereichen wie Intensivpflege oder Psychiatrie sind auch höhere Gehälter üblich – je nach Einrichtung bis zu 8.500 Franken im Monat. Leitende Pflegekräfte können in manchen Fällen sogar bis zu 9.000 Franken monatlich verdienen.
Wie viel bleibt als Krankenpflegerin netto übrig?
Der Bruttolohn allein sagt noch wenig aus. In der Schweiz gehen verschiedene Abzüge direkt vom Gehalt ab, etwa für Sozialversicherungen, Pensionskasse und – je nach Kanton – Quellensteuer.
Hier ein realistisches Beispiel für einen Monatslohn von 7.100 Franken brutto (inkl. 13. Monatslohn, Kanton Zürich):
| Abzug | Prozent | Betrag (CHF) |
|---|---|---|
| AHV / IV / EO (Sozialversicherung) | 5,05 | 358 |
| Arbeitslosenversicherung | 1,1 | 78 |
| Unfallversicherung | 1,5 | 107 |
| Pensionskasse | 9,0 | 639 |
| Quellensteuer (je nach Kanton) | ca. 8 – 10 | ca. 568 – 710 |
| Gesamt | 24 – 26% | ca. 1.700 |
Unterm Strich bleiben also etwa 5.400 Franken netto im Monat. Zusätzlich kommt die Krankenversicherung, die in der Schweiz individuell abgeschlossen und selbst gezahlt wird. Sie liegt aktuell in der Regel bei 350 bis 450 Franken monatlich – abhängig vom Anbieter, Selbstbehalt und Wohnort. Real verfügbar sind damit rund 4.950 bis 5.050 Franken im Monat.
Eine 26-jährige Pflegefachkraft mit fünf Jahren Berufserfahrung verdient etwa 6.500 bis 7.000 Franken brutto im Monat. Nach allen Abzügen bleiben rund 5.000 bis 5.300 Franken netto. Zusätzlich erhält sie je nach Schichtplan Zulagen für Nacht- und Wochenendarbeit, oft auch ein 13. Monatsgehalt und Zuschüsse zur Altersvorsorge.
Unterschiede je nach Arbeitgeber
Es macht einen Unterschied, ob du in einem öffentlichen Spital, einer Privatklinik oder bei einem Pflegeheim mit Gesamtarbeitsvertrag arbeitest.
In öffentlichen Spitälern gelten oft feste Lohnbänder. Zum Beispiel:
| Position | Monatsgehalt (CHF) |
|---|---|
| Pflegefachperson HF | 6.007 |
| Pflegefachperson FH | 6.755 |
| Abteilungsleitung | ab 7.500 |
Private Kliniken zahlen oft 10 bis 15 Prozent mehr, haben aber auch mehr Spielraum bei Verhandlungen. Wer aktiv vergleicht oder nachfragt, kann dort bessere Konditionen erzielen.
In Einrichtungen mit GAV (Gesamtarbeitsverträgen) sind die Löhne ebenfalls transparent geregelt. Die genauen Lohnbänder variieren je nach Kanton und Träger – es lohnt sich daher, den jeweils gültigen GAV des potenziellen Arbeitgebers direkt zu konsultieren.
Gehaltsvergleich mit anderen Pflegeberufen
Die folgende Tabelle zeigt, wie sich das Gehalt von Krankenpflegerinnen im Vergleich zu anderen Pflegeberufen in der Schweiz einordnet:
| Beruf | Monatslohn (CHF) | Quelle |
|---|---|---|
| Pflegehelfer / Pflegehelferin | 4.243 | Lohnbuch 2026 |
| Fachfrau / Fachmann Gesundheit (FaGe) | 4.708 | Lohnbuch 2026 |
| Pflegefachperson HF | 6.007 | Lohnbuch 2026 |
| Diplomierte Pflegefachkraft | 6.400 – 6.500 | HeySwiss / Kununu 2026 |
| Pflegefachperson FH | 6.755 | Lohnbuch 2026 |
| Pflegewissenschaftlerin / -wissenschaftler | ab 7.800 | Lohnbuch 2026 |
Zulagen und Zusatzleistungen
Zum regulären Gehalt kommen in vielen Fällen noch Zuschläge und Zusatzleistungen. Besonders relevant sind die Schichtzulagen:
| Zuschlag | Höhe |
|---|---|
| Nachtdienst | 15 bis 25 Prozent |
| Wochenendarbeit | 10 bis 15 Prozent (teils pauschal 10 CHF/Stunde) |
| Feiertagsdienste | Bis zu 100 Prozent |
Viele Arbeitgeber zahlen außerdem ein 13. Monatsgehalt, leisten Beiträge zur Pensionskasse, unterstützen Fort- und Weiterbildungen oder bezuschussen Wohnkosten. Schichtzuschläge können das Gesamteinkommen dabei um weitere 10 bis 20 Prozent erhöhen – diese Extras machen das Gesamtpaket für viele Pflegekräfte noch attraktiver.
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Fazit: Attraktive Gehälter mit Luft nach oben
Das Gehalt für Krankenpflegerinnen in der Schweiz kann sich sehen lassen.
Wer als Fachkraft einsteigt, verdient von Anfang an solide und mit wachsender Erfahrung steigen auch die Verdienstmöglichkeiten spürbar. Besonders attraktiv sind die Kombination aus stabilem Einkommen, fairen Zulagen und Zusatzleistungen wie dem 13. Monatsgehalt.
Wer flexibel ist, die Region gut wählt und sich im Tarifgefüge auskennt, kann zusätzlich profitieren.
Gleichzeitig bleibt wichtig: Die hohen Lebenshaltungskosten relativieren das Gehaltsniveau. Wer also plant, in die Schweiz zu gehen oder dort zu bleiben, sollte neben dem Bruttoeinkommen auch immer einen Blick aufs Netto werfen und auf die eigene Wohnsituation.







