Berufsunfähigkeitsversicherung Deutschland Schweiz: Kosten im Vergleich
Die wichtigsten Fakten zu Kosten und Leistungen für Grenzgänger zwischen beiden Ländern
Warum eine BU als Grenzgänger unverzichtbar ist
Jeder vierte Arbeitnehmer wird im Laufe seines Berufslebens mindestens einmal berufsunfähig. Diese Statistik gilt auch für dich als Grenzgänger zwischen Deutschland und der Schweiz. Die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente in Deutschland beträgt gerade einmal 972 € monatlich. Das reicht bei weitem nicht aus, um deinen gewohnten Lebensstandard zu halten.
In diesem Beitrag erfährst du, welche Kosten auf dich zukommen, wie du die optimale Absicherung für dein Schweizer Gehalt findest und warum eine deutsche BU-Versicherung für Grenzgänger besonders vorteilhaft ist.
Inhaltsverzeichnis

Warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Grenzgänger sinnvoll ist
Als Grenzgänger stehst du vor besonderen Herausforderungen bei der Absicherung deiner Arbeitskraft. Du bewegst dich zwischen zwei Sozialsystemen, die jeweils ihre eigenen Regeln und Leistungsgrenzen haben. Die deutsche gesetzliche Erwerbsminderungsrente greift erst, wenn du weniger als drei Stunden täglich arbeiten kannst. Dabei spielt es keine Rolle, ob du deinen erlernten Beruf noch ausüben kannst oder nicht.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung springt dagegen bereits ein, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben kannst. Das macht einen gewaltigen Unterschied für deine finanzielle Sicherheit.
Die Schweizer Invalidenversicherung (IV) zahlt bei voller Invalidität zwischen 1.260 und 2.520 CHF monatlich. Diese Beträge decken typischerweise nur 60 bis 70 % deines vorherigen Lohns ab. Für Grenzgänger mit Schweizer Gehaltsniveau entsteht hier eine erhebliche Lücke.
Besonders alarmierend: 52 % aller IV-Renten werden aufgrund psychischer Erkrankungen gewährt. Psychische Leiden machen auch in Deutschland 35 bis 45 % aller Berufsunfähigkeitsfälle aus. Rückenleiden folgen mit 22 % und Krebs mit 16 %. Unfälle verursachen dagegen weniger als 10 % aller Fälle.
Als Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland profitierst du von mehreren Vorteilen einer deutschen BU-Versicherung. Du kannst deine Tätigkeit zum aktuellen Schweizer Lohnniveau absichern und bis zu 100 % deines Einkommens als BU-Rente vereinbaren. Da Schweizer Löhne deutlich über deutschen Gehältern liegen, sicherst du dir damit eine entsprechend hohe Absicherung. Zudem gilt dein Versicherungsschutz weltweit, sofern dein Vertrag entsprechende Klauseln enthält.
Die Kombination aus Schweizer IV-Leistungen und deutscher BU-Versicherung bietet dir als Grenzgänger optimalen Schutz. Du nutzt beide Systeme zu deinem Vorteil und schließt die Versorgungslücke, die durch die begrenzte staatliche Absicherung entsteht.
Kosten für die Berufsunfähigkeitsversicherung: Deutschland vs. Schweiz
Die Kostenstrukturen für Berufsunfähigkeitsversicherungen unterscheiden sich zwischen Deutschland und der Schweiz nicht nur in den reinen Prämien. Auch der Leistungsumfang und die zugrundeliegenden Sozialsysteme spielen eine wichtige Rolle.
In Deutschland beginnen hochwertige Versicherungen für junge Menschen bereits ab 28 € monatlich. Für einen typischen 30-jährigen Akademiker ohne nennenswerte Vorerkrankungen kalkulieren führende Versicherer monatliche Nettobeiträge von etwa 36 bis 44 € für eine BU-Rente von 1.000 €. Mit einer höheren Absicherung von 1.500 € monatlich steigen diese Beiträge auf 50 bis 65 €.
Die berufliche Kategorisierung führt zu dramatischen Unterschieden: Ein 30-jähriger Bürokaufmann zahlt im Durchschnitt etwa 50 € für 1.000 € BU-Rente monatlich. Ein gleichaltriger Handwerker muss dagegen mit gut 100 € rechnen. Diese Differenzierung spiegelt das tatsächliche Berufsunfähigkeitsrisiko wider: Körperlich tätige Berufe tragen ein erheblich höheres Risiko als Bürotätigkeiten.
Ein 45-jähriger Geschäftsführer mit Hochschulabschluss zahlt für eine monatliche BU-Rente von 3.500 € etwa 105 €. Für Manager mit höheren Einkommen und einer 5.000 €-BU-Rente können die monatlichen Nettobeiträge 174 € und mehr erreichen. Der Bruttobeitrag mit Überschussanteilen kann dabei über 300 € liegen (Quelle: www.handelsblatt.com).
In der Schweiz orientieren sich die Kosten an ähnlichen Faktoren: Alter, Gesundheitszustand, Beruf und Rentenhöhe. Für dich als Grenzgänger ist die Kombination aus Schweizer IV-Leistungen und deutscher BU-Versicherung optimal. Du kannst beide Systeme nutzen und profitierst von den jeweiligen Vorteilen.
Beitragsfaktoren und deren Einfluss auf die Kosten
Das Alter bei Vertragsabschluss beeinflusst deine Prämie am stärksten. Jüngere Menschen zahlen signifikant niedrigere Beiträge, da die statistische Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit mit zunehmendem Alter exponentiell steigt. Ein Berufseinsteiger mit 22 Jahren zahlt möglicherweise nur die Hälfte dessen, was ein 35-Jähriger für den gleichen Versicherungsumfang zahlen würde.
Dein Gesundheitszustand wirkt sich massiv auf die Konditionen aus. Während 79 % aller Anträge mit Vorerkrankungen ohne Erschwernis angenommen werden, führen bestimmte Erkrankungen zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen. Chronische Erkrankungen wie Asthma, Bandscheibenvorfälle, Depressionen oder Rückenleiden können je nach Schweregrad zu monatlichen Zuschlägen von 10 bis über 50 % führen (Quelle: www.versicherungsbote.de).
Die Berufsgruppe bestimmt den Risikograd fundamental. Versicherer nutzen komplexe Berufsgruppeneinstufungen, die über die reine Berufsbezeichnung hinausgehen. Ein Ingenieur mit 100 % Bürotätigkeit zahlt deutlich weniger als ein Ingenieur mit 70 % Bürotätigkeit und Managementverantwortung. Ein Dachdecker oder Gerüstbauer kann das Vierfache eines Bürokaufmanns zahlen.
Die Höhe der gewünschten BU-Rente ist direkt proportional zur Prämie: Doppelte Rentenhöhe bedeutet in der Regel verdoppelte Kosten. Versicherer setzen üblicherweise Limits von 60 bis 80 % des Bruttogehalts an. Für Grenzgänger mit höheren Schweizer Gehältern können diese Grenzen schnell erreicht sein.
Die Vertragsdauer und das Endalter beeinflussen die Kosten erheblich. Eine BU-Versicherung bis zum 67. Lebensjahr kostet mehr als eine bis zum 65. Lebensjahr. Eine Verkürzung des Endalters um zwei Jahre kann die Prämie um etwa 15 % senken. Das ist jedoch keine empfehlenswerte Strategie, da du dann zwischen 65 und 67 ohne Schutz dastehst.
Karenzzeiten senken die Prämie proportional zu ihrer Länge. Eine Karenzzeit von null Monaten ist Standard und empfohlen. Karenzzeiten von 6, 12 oder 24 Monaten können die Prämie senken. Der Preis dafür: Du musst diese Monate aus eigenen Mitteln überbrücken. Mit einer 24-monatigen Karenzzeit verlierst du bei einer BU-Rente von 3.000 € bereits 72.000 € an potentiellen Leistungen.
Die Beitragsdynamik erhöht die Anfangsprämie um 5 bis 10 %, schützt aber vor Kaufkraftverlust durch Inflation. Eine Leistungsdynamik kostet zusätzlich etwa 5 bis 8 % Aufpreis pro Prozentpunkt Dynamik, ist aber essentiell für den Werterhalt deiner Rente im Leistungsfall.
Aktuelle Kostentabellen im Vergleich
Die Analyse aktueller Versichererangebote zeigt deutliche Preisspannen je nach persönlicher Situation.
| Personengruppe | BU-Rentenhöhe | Monatliche Kosten (Netto) |
| 30-jähriger Akademiker | 1.500 € | 35 – 86 € |
| 30-jähriger kaufm. Angestellter | 1.500 € | 52 – 109 € |
| 30-jähriger Handwerker | 1.500 € | 100+ € |
| 25-jähriger Bürokaufmann | 1.000 € | 37 – 44 € |
| 45-jähriger Manager | 5.000 € | 202 – 235 € |
(Quellen: www.handelsblatt.com, www.wiwo.de)
Diese Prämien basieren auf Versicherungen bis zum 67. Lebensjahr ohne Vorerkrankungen. Die günstigsten Tarife stammen von etablierten Versicherern mit sehr guten Bewertungen von Ratingagenturen. Premium-Angebote bieten höhere Prämien, aber auch erweiterte Leistungen.
Für Grenzgänger ist wichtig zu verstehen: Die Schweizer Erwerbsunfähigkeitsversicherungen orientieren sich an ähnlichen Kostenfaktoren. Der Vorteil einer deutschen BU liegt jedoch in der Möglichkeit, das höhere Schweizer Gehalt vollständig abzusichern.
Wie du die richtige Deckungssumme für dein Einkommen wählst
Die Wahl der korrekten BU-Rentenhöhe entscheidet über den langfristigen Erfolg deiner Absicherung mehr als die Suche nach dem günstigsten Tarif. Eine zu niedrige Absicherung führt dazu, dass dein Lebensstandard im Leistungsfall erheblich sinkt. Eine zu hohe Absicherung stößt an Versichererobergrenzen und verursacht unnötige Kosten.
Die 75 bis 100 Prozent Regel für dein Nettoeinkommen
Die Faustformel der Versicherungsbranche lautet einheitlich: Mindestens 75 bis 80 % deines aktuellen Nettogehalts solltest du absichern. Dieser Prozentsatz ergibt sich aus mehreren praktischen Überlegungen.
Im Leistungsfall zahlst du keine Beiträge mehr in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Das führt später zu einem Renten-Malus. Zusätzlich fallen Krankenversicherungsbeiträge an, die du selbst tragen musst. Ein konkretes Rechenbeispiel verdeutlicht dies: Mit einer BU-Rente von 2.000 € und freiwilliger Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse musst du 414 € für Kranken- und Pflegeversicherung einplanen. Dir bleiben effektiv nur 1.586 € netto (Quelle: www.versicherungenmitkopf.de).
Eine Absicherung von weniger als 1.000 € monatlich ist in den meisten Fällen nicht sinnvoll. Die Versicherungskosten und administrativen Hürden rechtfertigen den Aufwand nicht. Ausnahmen bilden Schüler, Auszubildende und Studenten, die später bei Gehaltssprüngen durch Nachversicherungsgarantien aufstocken können.
Für die praktische Berechnung deiner optimalen BU-Rente empfehle ich dir folgendes Vorgehen: Ermittle zunächst dein aktuelles Nettogehalt. Kalkuliere davon 75 bis 80 % als Zielabsicherung. Ein Grenzgänger mit 4.000 € Nettoeinkommen sollte eine BU-Rente von mindestens 3.000 € anstreben.
Alternativ kannst du alle monatlich wiederkehrenden Ausgaben addieren: Miete, Versicherungen, Lebensmittel, Nebenkosten, Darlehen. Rechne 10 bis 20 % für Puffer und unvorhergesehene Ausgaben hinzu. Diese Summe bildet deine erforderliche monatliche Absicherung. In vielen Fällen wirst du bei 75 bis 80 % deines Nettogehalts landen.
Die individuelle Situation bestimmt letztendlich die optimale Höhe. Hast du hohe laufende Verpflichtungen wie Immobilienkredite oder Unterhaltszahlungen? Dann solltest du eher 80 % oder mehr absichern. Leben in deinem Haushalt Kinder oder planst du eine Familie? Auch hier empfiehlt sich eine höhere Absicherung.
Sonderfall Grenzgänger: Höhere Einnahmen, höhere Absicherung
Als Grenzgänger mit Schweizer Einkommen befindest du dich in einer bevorzugten Position für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Deutsche BU-Versicherungen ermöglichen dir, bis zu 100 % deines aktuellen Lohnniveaus als BU-Rente zu vereinbaren. Dies ist ein enormer Vorteil gegenüber Arbeitnehmern mit deutschem Einkommen.
Die Schweizer Löhne fallen typischerweise 30 bis 50 % höher aus als vergleichbare deutsche Positionen. Verdienst du als Bauingenieur in der Schweiz 7.000 CHF netto pro Monat, entspricht das etwa 6.500 €. In einer deutschen BU-Versicherung kannst du eine Rente von bis zu 5.200 € (80 %) anstreben, theoretisch sogar die vollen 6.500 €.
Für dich als Grenzgänger gilt die spezielle Faustregel: Sichere nicht mehr als 90 % deines derzeitigen Nettolohns ab. Da du die Vorteile beider Systeme nutzen kannst, reicht oft eine etwas geringere Quote von 70 bis 80 %. Du erhältst im Fall echter Invalidität eine IV-Rente aus der Schweiz plus deine deutsche BU-Rente. Das spart Kosten und reduziert das Überversicherungsrisiko.
Bei Einkommen in Schweizer Franken solltest du auch das Wechselkursrisiko bedenken. Die deutsche BU-Rente wird in Euro gezahlt. Ein Grenzgänger mit 5.000 CHF Verdienst könnte eine BU-Rente von etwa 4.000 bis 4.500 € anstreben. Das entspricht 75 bis 90 % des Nettogehalts nach Umrechnung.
Viele Grenzgänger schließen ihre BU-Versicherung ab, während sie noch in Deutschland arbeiten. Sie passen die Rentenhöhe nicht an, wenn sie in die Schweiz wechseln. Die Nachversicherungsgarantie ermöglicht dir eine Erhöhung bei Lebensveränderungen wie Gehaltssprüngen oder Berufswechsel ohne erneute Gesundheitsprüfung. Nutze diese Option, um deine Absicherung an dein neues, höheres Schweizer Einkommen anzupassen.
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Die Berechnung der optimalen BU-Rente für Grenzgänger kann komplex werden. Verschiedene Währungen, zwei Sozialsysteme und individuelle Lebensumstände spielen eine Rolle. Um sicherzustellen, dass du optimal abgesichert bist, vereinbare gerne einen kostenfreien Beratungstermin. Gemeinsam analysieren wir deine persönliche Situation und finden die passende Lösung für deine Bedürfnisse.
Welche Leistungsmerkmale beeinflussen die Kosten
Neben der reinen Rentenhöhe und deinen persönlichen Faktoren gibt es eine Reihe von Vertragsfeatures, die die Kosten maßgeblich beeinflussen. Die Sinnhaftigkeit dieser Zusatzleistungen hängt von deiner individuellen Situation ab.
Die Arbeitsunfähigkeitsklausel (AU-Klausel) kostet durchschnittlich 6 bis 10 % Aufpreis auf die Grundprämie. Sie zahlt eine monatliche Leistung, wenn du länger als sechs Monate krankgeschrieben bist. Die Zahlung erfolgt noch bevor eine formale Berufsunfähigkeit festgestellt wird. Dies kann während der Wartezeit finanziell überbrücken. Eine parallele Krankentagegeldversicherung wird dadurch allerdings kompliziert, da Doppelleistungen zu Rückzahlungspflichten führen können.
Der Prognosezeitraum bestimmt, wie lange die Berufsunfähigkeit voraussichtlich andauern muss, bevor Leistungen fließen. Moderne Tarife arbeiten mit 6 Monaten. Ältere oder günstige Tarife können 36 Monate verlangen. Ein kürzerer Prognosezeitraum ist eindeutig vorteilhafter für dich.
Die abstrakte Verweisung ist ein umstrittenes Vertragsfeature. Der Versicherer zahlt nicht, wenn du theoretisch noch irgendeinen anderen Beruf ausüben könntest, der deiner Lebensstellung entspricht. Ein Malermeister könnte beispielsweise auf eine Verkäufertätigkeit im Baumarkt verwiesen werden. Moderne BU-Tarife verzichten auf die abstrakte Verweisung. Versicherer werben explizit mit diesem Verzicht (Quellen: www.allianz.de, www.huk.de).
Die Beitragsdynamik erhöht automatisch jährlich deinen Beitrag und deine Versicherungssumme um typisch 3 bis 5 %. Das kostet Aufpreis, ist aber essentiell gegen Inflation. Du kannst der Erhöhung jederzeit widersprechen. Ohne Dynamik verliert deine BU-Rente faktisch jedes Jahr an Kaufkraft.
Die Leistungsdynamik garantiert eine Erhöhung deiner BU-Rente nach Eintritt der Berufsunfähigkeit. Sie kostet etwa 5 bis 8 % Aufpreis pro Prozentpunkt Dynamik. Nach zehn Jahren Berufsunfähigkeit mit 3 % Rentensteigerung beträgt deine Rente etwa das 1,34-fache der ursprünglichen Summe. Dieser Inflationsschutz im Leistungsfall wird oft unterschätzt.
Die Nachversicherungsgarantie ermöglicht es dir, die BU-Rente bei bestimmten Lebensereignissen zu erhöhen. Heirat, Geburt, Gehaltssprung oder Immobilienfinanzierung sind typische Anlässe. Die Erhöhung erfolgt ohne erneute Gesundheitsprüfung. Für Grenzgänger ist dies hochrelevant: Eine anfängliche Absicherung von 2.000 € als Student kann später bei Karrierebeginn auf 4.000 € erhöht werden. Vorerkrankungen, die sich zwischenzeitlich entwickelt haben, spielen keine Rolle.
Der Verzicht auf Karenzzeit bedeutet sofortige Leistung ab dem ersten Tag der Berufsunfähigkeit. Dies ist der moderne Standard und sollte gewählt werden. Karenzzeiten sparen zwar Prämie, führen aber dazu, dass du diese Monate aus eigenen Mitteln überbrücken musst.
Die Wahl der richtigen Leistungsmerkmale hängt stark von deiner persönlichen Situation ab. Als Grenzgänger mit gutem Einkommen solltest du auf moderne Tarife ohne abstrakte Verweisung setzen. Beitrags- und Leistungsdynamik schützen dich vor Inflation. Die Nachversicherungsgarantie gibt dir Flexibilität für die Zukunft.
Fazit: Deine optimale BU-Absicherung als Grenzgänger
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist für dich als Grenzgänger zwischen Deutschland und der Schweiz unverzichtbar. Jeder vierte Berufstätige wird im Laufe seines Lebens berufsunfähig, und die staatlichen Absicherungen reichen bei weitem nicht aus.
Als Grenzgänger kannst du von deutschen BU-Versicherungen profitieren, die bis zu 100 % deines höheren Schweizer Einkommens absichern. Die Schweizer Invalidenversicherung bietet dagegen nur eine Basisabsicherung von 60 bis 70 %. Eine 30-jährige Person mit akademischem Hintergrund kann bereits für 50 bis 65 € monatlich eine solide 1.500 €-Absicherung erreichen.
Die kritischen Erfolgsfaktoren für deine optimale Versicherung sind: Früher Abschluss idealerweise vor dem 25. Lebensjahr, ausreichende Rentenhöhe von mindestens 75 bis 80 % deines Nettoeinkommens, moderne Tarifmerkmale wie Verzicht auf abstrakte Verweisung sowie eine professionelle Beratung beim Abschluss.
Du solltest deine bestehenden Versicherungen überprüfen und anpassen, wenn du von Deutschland in die Schweiz wechselst oder wenn dein Schweizer Gehalt steigt. Die Nachversicherungsgarantie ermöglicht kostengünstige Erhöhungen ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Die optimale BU-Absicherung für Grenzgänger erfordert eine individuelle Analyse deiner Situation. Verschiedene Faktoren wie Alter, Beruf, Gesundheitszustand und Einkommenshöhe spielen zusammen. Wenn du dir unsicher bist, welche Absicherungshöhe und welche Leistungsmerkmale für dich optimal sind, vereinbare gerne einen kostenfreien Beratungstermin. Gemeinsam analysieren wir deine persönliche Situation und finden die passende Lösung, die dich und deine Familie optimal absichert. Buche dir deinen Termin und sichere dir die bestmögliche Beratung für deine Zukunft als Grenzgänger.
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FAQ: Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung beantwortet
Hochwertige Berufsunfähigkeitsversicherungen bieten weltweiten Versicherungsschutz. Das bedeutet: Du kannst auch im Ausland berufsunfähig werden und erhältst dennoch deine Leistungen. Allerdings gibt es bei einigen Versicherern Einschränkungen.
Manche Versicherer erlauben weltweiten Schutz, verlangen aber im Leistungsfall ärztliche Untersuchungen in Deutschland. Andere akzeptieren Untersuchungen vor Ort in der EU, Schweiz, USA oder Kanada. Bei Auslandsaufenthalten länger als 6 Monate können ältere Versicherungsverträge automatisch enden, wenn du deinen Wohnsitz ins Ausland verlegst. Moderne Verträge erlauben dies oder bieten entsprechende Klauseln.
Vor einem Umzug ins Ausland solltest du daher deine Versicherungsbedingungen genau prüfen. Für dich als Grenzgänger, der zwischen Deutschland und der Schweiz pendelt, ist dies kein Problem: Du behältst deinen deutschen Wohnsitz und genießt weiterhin weltweiten Schutz. Anders sieht es aus, wenn du komplett in die Schweiz ziehst und dort deinen ständigen Wohnsitz begründest. Hier solltest du vorab mit deinem Versicherer klären, ob die Police gültig bleibt.
Die Schweizer Invalidenversicherung (IV) zahlt gestaffelte Renten je nach Invaliditätsgrad. Bei einem Invaliditätsgrad von 70 bis 100 % liegt die Rentenhöhe zwischen 1.260 und 2.520 CHF monatlich. Der durchschnittliche Betrag einer ganzen IV-Rente betrug im Dezember 2024 etwa 1.711 CHF (Quelle: www.bsv.admin.ch).
Diese Renten werden ausschließlich auf Basis der Beitragsdauer und des Durchschnittseinkommens berechnet. Ein Versicherter mit 55 % Invaliditätsgrad erhält eine 55 %-Rente, also etwa 940 CHF bei durchschnittlicher Rentenhöhe. Für Invaliditätsgrade zwischen 40 und 69 % wird ein gestuftes System angewendet. Unter 40 % Invalidität besteht kein Anspruch auf Renteleistungen.
Als Grenzgänger erhältst du diese IV-Rente auch, wenn du in Deutschland wohnst. Voraussetzung: Du warst als Arbeitnehmer in der Schweiz tätig und hast mindestens 3 Beitragsjahre erfüllt. Die Rente wird auch nach Beendigung der Erwerbstätigkeit weiterhin gezahlt. Dies erklärt, warum du trotz höherer Schweizer Löhne eine zusätzliche deutsche BU-Versicherung benötigst: Die IV-Leistung deckt typischerweise nur 60 bis 70 % deines früheren Lohns ab.
Die Kosten sind hochindividuell und hängen von vielen Faktoren ab. Folgende Bandbreiten geben dir eine Orientierung:
Junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren mit Bürotätigkeit zahlen für 1.000 € BU-Rente ab etwa 28 bis 40 € monatlich. Berufseinsteiger zwischen 22 und 25 Jahren zahlen für dieselbe Summe 30 bis 50 €. Ein 30-jähriger Akademiker mit 1.500 € BU-Rente zahlt zwischen 35 und 86 € monatlich. Ein gleichaltriger Handwerker muss für dieselbe Absicherung mit etwa 100 € oder mehr rechnen. Ein 45-jähriger Geschäftsführer mit 5.000 € BU-Rente zahlt zwischen 174 und 235 € netto monatlich.
Der Unterschied zwischen Nettobeitrag und Bruttobeitrag ist erheblich. Der Nettobeitrag ist nach Abzug der Überschussanteile kalkuliert. Der Bruttobeitrag stellt die Vollkalkulation dar. Bei Versicherern mit hohen Kostenquoten kann der Bruttobeitrag das Doppelte des Nettobeitrags betragen.
In der Schweiz existiert ein mehrstufiges System zur Absicherung bei Erwerbsunfähigkeit. Die erste Säule (AHV/IV) ist die Invalidenversicherung. Sie zahlt nach einem Jahr durchschnittlicher Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % und anschließend bestätigter Erwerbsunfähigkeit Renteleistungen. Die Versicherung ist obligatorisch für alle Arbeitnehmenden ab dem 1. Januar nach dem 17. Geburtstag.
Die zweite Säule (Berufliche Vorsorge/Pensionskasse) versichert berufstätige Personen ab Vollendung des 24. Lebensjahrs gegen Invalidität. Sie zahlt bei IV-Rente zusätzliche Leistungen von typischerweise 60 % des versicherten Lohnes. Für Arbeitsunfähigkeit zahlen viele Arbeitgeber Lohnfortzahlung: Im ersten Dienstjahr mindestens 3 Wochen, danach bis zu 31 Wochen je nach Arbeitsvertrag. Nach dieser Lohnfortzahlung übernimmt eine Krankentaggeldversicherung bis zu 80 % des Lohnes für maximal zwei Jahre.
Die dritte Säule (private Vorsorge) ist optional und umfasst private Erwerbsunfähigkeitsversicherungen sowie private Ersparnisse. Für dich als Grenzgänger empfiehlt sich eine deutsche BU-Versicherung als zusätzliche Absicherung.
Als Grenzgänger bist du in beiden Systemen versichert. Du erhältst IV-Leistungen aus der Schweiz sowie potenziell Leistungen aus der deutschen Rentenversicherung, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Eine private deutsche BU-Versicherung ergänzt diese Lücke und sichert deinen Lebensstandard mit Schweizer Löhnen optimal ab.







