GEhalt als Hotelfachfrau/-Mann: Wie viel verdienst du in der Schweiz als Hotelfachfrau/-mann?
Aktuelle Gehälter, regionale Unterschiede und Karrierechancen im Überblick
Als Hotelfachfrau/-mann in der Schweiz erwarten dich attraktive Verdienstmöglichkeiten. Mit durchschnittlichen Jahresgehältern zwischen 46.800 CHF und 58.600 CHF liegt die Vergütung deutlich über vergleichbaren Positionen in Deutschland. Die tatsächliche Höhe deines Gehalts hängt von verschiedenen Faktoren ab: deiner Berufserfahrung, dem Arbeitsort und der Art des Hotels.
In diesem Beitrag erfährst du, welche Gehälter dich erwarten, wie sich dein Einkommen entwickeln kann und welche regionalen Unterschiede bestehen.
In diesem Beitrag

Durchschnittliches Hotelfachfrau/-mann Gehalt in der Schweiz
Das Hotelfachfrau/-mann Gehalt bewegt sich in einem breiten Spektrum. Aktuelle Daten zeigen ein durchschnittliches Bruttojahresgehalt von 46.800 CHF, wobei der Median bei 47.000 CHF liegt (Quellen: jobs.ch, lohnanalyse.ch). Eine andere Erhebung verzeichnet sogar einen Durchschnitt von 58.600 CHF bei einer Bandbreite von 51.000 bis 72.700 CHF (Quelle: kununu.com).
Das monatliche Hotelfachfrau/-mann Gehalt variiert entsprechend zwischen 2.100 und 5.800 CHF brutto. Diese erheblichen Unterschiede erklären sich durch verschiedene Faktoren wie Berufserfahrung, Qualifikation und Arbeitsort. Ein wichtiger Bestandteil des Schweizer Lohnsystems ist der 13. Monatslohn. Dieser wird nach dem Landesgesamtarbeitsvertrag als voller Bruttomonatslohn gewährt oder als monatlicher Zuschlag von 8,33 % ausgezahlt (Quelle: l-gav.ch).
Du fragst dich vielleicht, wie sich diese Zahlen im Vergleich einordnen lassen. Das durchschnittliche Gehalt in der Schweiz liegt bei etwa 78.000 CHF pro Jahr (Quelle: einwandern-schweiz.ch). Hotelfachleute verdienen also etwas weniger als der Landesdurchschnitt. Das ist jedoch für einen Beruf mit Lehrabschluss durchaus üblich und bietet dennoch ein komfortables Einkommen.
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Faktoren die das Hotelfachfrau/-mann Gehalt beeinflussen
Dein Gehalt als Hotelfachperson wird durch mehrere entscheidende Faktoren bestimmt. Der wichtigste davon ist deine Berufserfahrung.
Einfluss der Berufserfahrung
Die Gehaltsentwicklung zeigt eine klare Progression: Ohne Berufserfahrung startest du mit einem Jahresgehalt von 52.700 CHF. Nach 3 bis 5 Jahren steigt dein Einkommen auf 53.900 CHF. Mit 6 bis 8 Jahren Erfahrung erreichst du bereits 55.900 CHF. Der größte Sprung erfolgt zwischen 9 und 11 Jahren mit 58.700 CHF. Personen mit über 21 Jahren Erfahrung verdienen durchschnittlich 64.900 CHF: eine Steigerung von 23 % gegenüber dem Einstiegsgehalt (Quellen: jobs.ch, lohnanalyse.ch).
Alter und Geschlecht
Interessanterweise zeigen sich in jüngeren Altersgruppen kaum geschlechtsspezifische Unterschiede. Beide Geschlechter verdienen in der Altersgruppe 16 bis 25 Jahre identisch 51.600 CHF pro Jahr. Zwischen 35 und 45 Jahren erreichen beide Geschlechter mit 62.400 CHF den Gehaltshöhepunkt. Erst ab 45 Jahren wird ein leichtes Gefälle sichtbar: Männer verdienen dann 60.900 CHF gegenüber 60.000 CHF bei Frauen (Quelle: jobs.ch).
Hotelkategorie und Betriebsgröße
Die Art des Hotels spielt eine wesentliche Rolle bei deiner Vergütung. Luxushotels der 4- und 5-Sterne-Kategorie zahlen in der Regel deutlich besser als Budget- oder Mittelklassehotels. Größere Hotelketten mit professionellen Personalstrukturen bieten oft höhere Löhne als kleine Familienbetriebe. Der Unterschied kann mehrere tausend Franken pro Jahr ausmachen.
Sprachkenntnisse als Gehaltsbooster
In der mehrsprachigen Schweiz sind deine Sprachkenntnisse bares Geld wert. Beherrschst du neben Deutsch auch Französisch, Italienisch und Englisch fließend, kannst du mit einem höheren Gehalt rechnen. Internationale Gäste schätzen mehrsprachiges Personal, und Arbeitgeber honorieren diese Flexibilität entsprechend.
Zusatzqualifikationen
Weiterbildungen in Bereichen wie Event-Management, Revenue Management oder spezialisierte Gästebetreuung wirken sich positiv auf dein Gehalt aus. Mit solchen Zusatzqualifikationen hebst du dich von anderen Bewerbern ab und kannst anspruchsvollere Positionen übernehmen.
Unterschiede im Hotelfachfrau/-mann Gehalt nach Kanton und Region
Die regionalen Gehaltsunterschiede in der Schweiz sind erheblich und sollten bei deiner Jobwahl eine wichtige Rolle spielen. Die Spitzenreiter sind Thurgau und Graubünden mit jeweils 55.400 CHF Jahresgehalt. Beide Regionen profitieren von starkem Tourismus: Graubünden mit seinen Alpenresorts und Thurgau durch den Bodensee-Tourismus (Quellen: jobs.ch, jobs.ch).
Hotelfachfrau/-mann Gehalt nach Kanton
| Kanton | Durchschnittsgehalt (CHF/Jahr) |
| Thurgau | 55.400 |
| Graubünden | 55.400 |
| Bern | 52.000 |
| St. Gallen | 50.800 |
| Solothurn | 49.500 |
| Aargau | 47.900 |
| Zürich | 46.900 |
| Appenzell Innerrhoden | 46.200 |
| Luzern | 45.400 |
| Wallis | 45.200 |
| Schwyz | 40.200 |
| Basel-Stadt | 38.800 |
| Basel-Landschaft | 37.700 |
(Quelle: jobs.ch)
Die Unterschiede zwischen dem höchsten und niedrigsten Lohn betragen fast 18.000 CHF pro Jahr. Das entspricht etwa 47 % Differenz. Diese Zahlen musst du jedoch im Kontext der jeweiligen Lebenshaltungskosten betrachten. Während Graubünden höhere Löhne bietet, sind dort auch die Wohnkosten in touristischen Gebieten oft höher. Umgekehrt können die niedrigeren Löhne in Basel-Landschaft durch günstigere Wohnverhältnisse teilweise ausgeglichen werden.
Zürich überrascht mit einem moderaten Gehalt von 46.900 CHF. Trotz der hohen Lebenshaltungskosten liegt die größte Schweizer Stadt nur im Mittelfeld. Dies könnte an der starken Konkurrenz durch andere Branchen liegen, die um qualifizierte Arbeitskräfte werben.
Mindestlohn im Schweizer Gastgewerbe: Was gilt für Hotelfachleute
Der Landesgesamtarbeitsvertrag (L-GAV) des Gastgewerbes schützt dich vor Lohndumping und garantiert faire Mindestlöhne. Diese verbindlichen Vorgaben gelten für alle Betriebe im Gastgewerbe und bilden die absolute Untergrenze der Entlohnung.
Mindestlöhne nach Qualifikationsstufen
Die Mindestlöhne sind nach Qualifikation gestaffelt:
| Qualifikationsstufe | Monatslohn (CHF) | Stundenlohn (CHF) |
| Ohne Berufslehre (Stufe Ia) | 3.706 | 20,36 |
| Mit Progresso-Ausbildung (Stufe Ib) | 3.935 | 21,62 |
| Mit 2-jähriger Grundbildung/EBA (Stufe II) | 4.062 | 22,32 |
(Quelle: gastrosuisse.ch)
Als ausgebildete Hotelfachfrau oder Hotelfachmann mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) verdienst du deutlich mehr als diese Mindestlöhne. Diese gelten primär für ungelernte Kräfte oder Personen mit Basisqualifikationen.
Einführungsrabatt und Praktikantenlöhne
Der L-GAV erlaubt Arbeitgebern einen „Einführungsrabatt“ von maximal 8 % während der ersten Monate. Bei erstmaliger Beschäftigung im Gastgewerbe kann diese Phase bis zu 12 Monate dauern. Für Praktikanten an Hotelfachschulen oder Fachhochschulen gilt ab Februar 2025 ein Mindestlohn von 2.385 CHF monatlich (Quelle: l-gav.ch).
Zusätzliche Leistungen nach L-GAV
Der L-GAV regelt mehr als nur Mindestlöhne. Du hast Anspruch auf:
- Den 13. Monatslohn in voller Höhe
- 5 Wochen Ferien (oder 10,65 % Ferienzuschlag)
- Feiertagsentschädigung von 2,27 %
Diese Zusatzleistungen erhöhen dein effektives Jahreseinkommen erheblich und bieten dir mehr Erholung als in vielen anderen Ländern üblich (Quelle: esurance.ch).
Entwicklung des Hotelfachfrau/-mann Gehalt und Karrierechancen
Die Hotellerie hat in den letzten Jahren interessante Entwicklungen durchgemacht. Von 2014 bis 2016 lag der Durchschnittslohn bei 58.500 CHF jährlich. Die COVID-19-Pandemie führte zu einem Einbruch auf 54.600 CHF in den Jahren 2020 bis 2022. Erfreulicherweise zeigen die aktuellen Daten für 2023 bis 2025 eine vollständige Erholung auf das frühere Niveau von 58.500 CHF (Quellen: jobs.ch, kununu.com).
Karrierewege und Verdienstmöglichkeiten
Deine Karrierechancen in der Hotellerie sind vielfältig. Nach der Grundausbildung stehen dir verschiedene Weiterbildungswege offen:
Berufsprüfungen mit eidgenössischem Fachausweis:
- Chef de Réception
- Bereichsleiter Hotellerie-Hauswirtschaft
- Bereichsleiter Restauration
Diese Qualifikationen führen zu mittleren Führungspositionen mit entsprechend höheren Gehältern.
Höhere Fachschulen und Fachhochschulen:
Diplomierte Hoteliers verdienen durchschnittlich 107.700 CHF jährlich, mit einer Spannbreite von 84.400 bis 150.000 CHF (Quelle: lohnanalyse.ch).
Gehaltssprünge durch Führungspositionen
| Position | Gehaltsspanne (CHF/Jahr) |
| Abteilungsleiter | 65.000 – 85.000 |
| Hotelmanager (Mittelklasse) | 70.000 – 110.000 |
| Hotelmanager (Budget) | 125.000 – 175.000 |
| General Manager (Luxushotel) | bis zu 250.000 |
(Quellen: hotelinside.ch, hotelinside.ch)
Lehrlingslöhne während der Ausbildung
Die dreijährige Ausbildung zur Hotelfachperson wird gestaffelt vergütet:
-
- Lehrjahr: 1.020 CHF monatlich
- Lehrjahr: 1.300 CHF monatlich
- Lehrjahr: 1.550 CHF monatlich
(Quellen: yousty.ch, hauswirtschaft.ch)
Nach erfolgreichem Abschluss der Lehre steigt dein Gehalt deutlich auf das Niveau ausgebildeter Fachkräfte.
Fazit: Attraktive Perspektiven für Hotelfachleute in der Schweiz
Als Hotelfachfrau oder Hotelfachmann in der Schweiz erwarten dich solide Verdienstmöglichkeiten und vielfältige Karrierechancen. Mit durchschnittlich 46.800 bis 58.600 CHF Jahresgehalt plus 13. Monatslohn und weiteren Zusatzleistungen bietet die Branche faire Bedingungen. Die regionalen Unterschiede sind erheblich: Während du in Graubünden oder Thurgau bis zu 55.400 CHF verdienen kannst, liegt das Gehalt in Basel-Landschaft bei nur 37.700 CHF.
Besonders interessant: Dein Gehalt entwickelt sich mit steigender Erfahrung kontinuierlich nach oben. Nach 20 Jahren Berufstätigkeit verdienst du rund 23 % mehr als beim Einstieg. Durch gezielte Weiterbildungen und den Aufstieg in Führungspositionen kannst du dein Einkommen sogar vervielfachen.
Die Komplexität der Gehaltsstrukturen, regionalen Unterschiede und Zusatzleistungen kann schnell unübersichtlich werden. Gerade als Grenzgänger musst du zusätzlich steuerliche Aspekte und Sozialversicherungsfragen beachten. Hier wird professionelle Beratung wertvoll.
Peter Schütz vom Grenzgängerzentrum kennt die Besonderheiten der Schweizer Hotellerie genau. In einer kostenfreien Erstberatung analysiert er deine individuelle Situation und zeigt dir, wie du als Grenzgänger in der Schweizer Hotellerie optimal durchstartest. Von der richtigen Krankenversicherung über Steueroptimierung bis zur Altersvorsorge: Du erhältst maßgeschneiderte Lösungen aus einer Hand. Vereinbare jetzt deinen persönlichen Beratungstermin und sichere dir die besten Konditionen für deinen Start in der Schweiz.
FAQ: Fragen zum Hotelfachfrau/-mann Gehalt in der Schweiz
Als Hotelfachmann oder Hotelfachfrau verdienst du in der Schweiz im Durchschnitt 46.800 bis 58.600 CHF brutto pro Jahr. Zusätzlich erhältst du den 13. Monatslohn sowie weitere Zulagen nach dem Landesgesamtarbeitsvertrag. Die tatsächliche Höhe hängt von verschiedenen Faktoren ab: Berufserfahrung, Arbeitsort, Hotelkategorie und Zusatzqualifikationen. In der Luxushotellerie sind die Gehälter generell höher als in Budget-Hotels. Mit Weiterbildungen und Spezialisierungen kannst du dein Gehalt deutlich steigern.
Hotel-Kommunikationsfachleute verdienen ähnlich wie klassische Hotelfachleute zwischen 46.800 und 58.600 CHF jährlich. Der Fokus liegt hier stärker auf Rezeptionsarbeit, Gästebetreuung und administrativen Aufgaben. Während der dreijährigen Ausbildung erhältst du gestaffelte Lehrlingslöhne: 1.020 CHF im ersten, 1.300 CHF im zweiten und 1.550 CHF im dritten Lehrjahr. Nach der Ausbildung steigt das Gehalt auf das Niveau ausgebildeter Fachkräfte. Mit Fremdsprachenkenntnissen und Zusatzqualifikationen im Bereich Kommunikation kannst du überdurchschnittliche Gehälter erreichen.
Ein Jahresgehalt von 80.000 CHF gilt in der Schweiz als komfortabel und liegt leicht über dem Landesdurchschnitt von 78.000 CHF. Nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge von etwa 7,5 % bleiben dir rund 74.000 CHF. Je nach Kanton und Gemeinde zahlst du unterschiedlich hohe Steuern. In der Regel verbleiben dir netto zwischen 4.500 und 5.100 CHF monatlich. Damit kannst du in der Schweiz gut leben, auch wenn die Lebenshaltungskosten regional stark variieren. In teuren Städten wie Zürich oder Genf ist das Budget knapper als in ländlichen Regionen.








