Alters-Hinterlassenen-Versicherung / Invaliden-Versicherung

1. Säule zur Altersabsicherung und Erwerbsunfähigkeit

Die Schweizer Altersabsicherung kennt 3 Säulen. Die Alters- und Hinterlassenenversicherung / Invalidenversicherung (AHV/IV) als 1. Säule ist eine Pflichtversicherung. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich die Beiträge jeweils zur Hälfte. Die AHV bezahlt im Erlebensfall Altersrente und im Todesfall eine Hinterlassenenrente (Witwenrente, Witwerrente, Waisenrente). Nach der Entbindung haben Mütter 14 Wochen Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung (mind. 80% des Lohnes).

Ein Rentenanspruch aus der AHV und auf Leistungen für Mutterschaft entsteht frühestens nach 12 Monaten Beitragszahlung. Die Beitragszeiten finden schon vorher Berücksichtigung bei der deutschen Rentenberechnung für die notwendigen Rentenanwartschaft.

Es wird ein AHV / IV Ausweis erstellt. Dieser ist gut aufzuheben, da er bei jeder Renten-Kontenklärung benötigt wird.
 
Der Versicherungsnachweis ist eine Bestätigung für den Arbeitnehmer, dass er von seinem Arbeitgeber bei der zuständigen Ausgleichskasse angemeldet wurde. Den Stand des individuellen Kontos kann der Versicherte schriftlich bei der Ausgleichskasse als Kontoauszug verlangen.
 
Geld absichernDie Rentenhöhe ist begrenzt. Minimalrente 1.175 CHF, Maximalrente 2.350 CHF (Stand 2016). Rentenvorbezug führt zu Rentenkürzung, ebenso wie Rentenaufschub zu einer Rentenerhöhung führt.
 
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zahlen den Beitrag jeweils zur Hälfte, der Arbeitgeber zieht den Beitrag vom Lohn ab und überweist ihn zusammen mit seinem Anteil an die Ausgleichskasse.

 
Die  IV ist, wie die AHV und die Krankenversicherung, eine Pflichtversicherung. Sie versucht vorrangig eine Wiedereingliederung ins Berufsleben zu erreichen und übernimmt Massnahmen zur Wiedereingliederung. Ist dies nicht möglich, bezahlt sie eine Invalidenrente abhängig vom Invaliditätsgrad.

 

Alters VorsorgeInvalidität wird wie folgt definiert:
eine durch körperliche, psychische oder geistige Gesundheitsschädigung verursachte Erwerbsunfähigkeit bzw. Unfähigkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Diese Unfähigkeit muss bleibend sein oder längere Zeit dauern.

Die zuständigen IV-Stellen fällen die Entscheidung, auf welche Leistungen der IV-Versicherte Anspruch hat. Es können Gutachten oder Untersuchungen verlangt werden. Die versicherte Person hat ihre Mitwirkungspflicht zu erfüllen, da sonst Leistungen gekürzt oder verweigert werden können.

Der Anspruch auf IV-Rente endet im AHV Alter.

 
Aktuelles



25.09.2017
Die AHV Reform und gleichzeitige BVG-Reform wurde für nicht gut geheissen, womit die Altersvorsorgereform 2020 neu überdacht werden muss und auch zügig gelöst werden soll.

26.09.2016
Nach Ablehnung der RASA-Initiative konzetriert sich nun alles auf die Altersvorsorge 2020, in der die zweite Säule reformiert werden soll. Details folgen zu ensprechenden Zeit.

08.09.2016
Laut AHVplus-Initiative sollen die AHV-Renten um 10 Prozent steigen (Weitere Informationen im Artikel von Cash). Die Initiative steht am 25.09. zur Abstimmung. Allerdings steht sie gleichzeitg zur Massnahme des Bundes in Form der Altersvorsorge 2020, im Raum, die erst später vors Volk kommen wird.

06.07.2016
Laut einer Medienmitteilung des BSV bleiben die AHV und IV-Renten auf gleicher Höhe eingefroren. Diese Entscheidung wird mit der minimalen Teuerung begründet. Somit bleibt, wie empfohlen, die Minimalrente bei 1.175 Franken und die Maximalrente bei 2.350 Franken.

01.01.2015
Die Renten aus AHV und IV werden angepasst. Neue Werte sind Minimal 1.175 Franken und Maximal 2.350 Franken. Somit folgt der Bundesrat der Rentenkommission.

31.10.2013
Wie das BSV gestern mitteilte, bleiben die Minimalrenten und Maximalrenten der AHV unverändert bei 1.170 Euro bzw. 2.340 Euro. Das bedeutet, auch bei einer minimalen Inflation eine Rentenkürzung.


23.10.2013
Wie gestern im 10vor10 (vergleichbar Tagesthemen ARD) des Schweizer Fernsehens berichtet wurde, hat auch die Schweiz bei gegenwärtiger Entwicklung ein Milliardenloch in der AHV zu bewältigen. Die Rede ist bis 2030 "bestenfalls" von 6,5 Mrd. Franken, die Schätzungen gehen "schlimmstenfalls" bis 9 Mrd. Franken. Jetzt wird nach Lösungen gesucht. Es ist u.a. auch die Rente mit 67 im Gespräch, ähnlich wie in Deutschland.

21.06.2013
Auch in der Schweiz wird beim Bundesrat über eine Reform des 3-Säulen-Systems nachgedacht. Erste Papiere liegen vom Schweizer Bundesrat (speziell EDI) vor. Die Reform "Altersvorsorge 2020" spielt verschiedene Szenarien durch. Dabei soll allerdings das Rentenniveau nicht sinken.

19.06.2013
Wie auf Swissinfo zu lesen, verzichtet der Nationalrat auf die zweite Stufe der 6. IV-Revision. Damit wollte der Bundesrat ab 2015 für IV-Rentner den Anreiz geben, durch eine nahezu stufenloses System trotz Verrentung arbeiten zu gehen.

21.09.2012
Die AHV-Renten werden zum 01.01.2013 angehoben. So beträgt die Mindestrente neu 1.170 CHF und die Maximalrente 2.340 CHF. Ehepaare haben zusammen 3.510 CHF im Maximum.
Quelle: SVA Zürich

14.02.2012
Die erste Stufe der IV-Revision läuft. Hier werden Bestandsrenten überprüft, ob nicht doch einer Erwerbstätigkeit nachgegangen werden kann. Die Invalidenversicherung bietet in diesem Zusammenhang Weiterbildungsmassnahmen und andere Programme an.
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